Sonne, Surfen, Party: Die Strände von Nicaragua

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Nach Costa Rica und der Karibikküste ging es in Nicaragua wieder auf die andere Seite: an den Pazifik. Fast alle Orte, die man im Reiseführer finden kann, sind im Westen und zumeist auch nur ein paar Stunden von der Küste gelegen. Die Distanzen sind dementsprechend kurz, sodass ich einige Stops entlang der Küste gemacht habe. Einige der Strände dort sind sehr einfach mit dem Bus zu erreichen, andere sind ein bisschen schwieriger anzusteuern. Lohnenswert sind sie in jedem Fall – auch zum Sonnenuntergang!

San Juan del Sur

Sonne, Surfen, Party: Die Strände von Nicaragua

Ganz im Süden von Nicaragua liegt San Juan del Sur, ein kleines Örtchen direkt am Meer. Mit dem Bus dauert es von Rivas aus keine Stunde bis man in dem Surfer- und Partyparadies landet. Der Bus kommt direkt vor dem Casa Oro Hostal an, das ich (nicht nur wegen des Frühstücks) sehr empfehlen kann.

Wenn nicht gerade Sunday Funday ist, sind die Tage in San Juan del Sur von Sonne, Strand und Surfen geprägt. Strände gibt es einige rund um den Ort, ich habe drei davon ausprobiert. Zu allen Stränden kommt man mit den Shuttles, die von den Hostels und Surfschulen im Ort zu festen Uhrzeiten angeboten werden. Die Kosten liegen je nach Strand bei 5 oder 7 $ für Hin- und Rückfahrt. Achtung: Es kann sehr ruckelig werden, wenn es mit dem Jeep oder dem umgebauten LKW über Stock und Stein geht. An allen Stränden kann man auch direkt vor Ort in Hostels übernachten, außerdem gibt’s überall Restaurants und Bars und Surfshops oder – schulen, die Boards verleihen.

Playa Hermosa ist der einzige Sandstrand, den ich rund um San Juan del Sur besucht habe. Hier zahlt man 3 $ Eintritt und genießt dafür WLAN, ein Beachvolleyball-Feld, Hängematten und ein bisschen mehr Sicherheit für die eigenen Wertsachen. Vor allem Anfänger können hier gut Surfen – der sandige Untergrund ist bei Wipeouts deutlich gnädiger als Felsen und Steine, das Wasser ist recht flach, die Strömung nicht zu stark und die nicht allzu großen Wellen brechen recht früh. Gut für einen sehr gechillten Strandtag!

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Playa Remanso liegt in einer eher kleinen Bucht, eingeschlossen von bewaldeten Klippen links und rechts. Die beiden Restaurants sind hier eher einfach, der Strand steinig. Im Meer gibt es außerdem einiges an Felsen, vor allem im flachen Wasser und in der Nähe der Klippen. Das Surfen macht es zu Beginn nicht unbedingt einfach, wenn man sich an die Wellen und die Strömung gewöhnt hat, ist es hier aber einfach fantastisch. Dennoch: Die meisten (Schnitt-) Wunden habe ich sicherlich an diesem Strand kassiert.

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Playa Marsella ist ebenfalls ein Kiesstrand inklusive Felsen im Meer. Wenn man nicht aufpasst, riskiert man auch hier die eine oder andere Schramme – ich hab’s sogar geschafft, eine Finne von meinem Surfboard bei einer Kollision mit einem Felsen zu verlieren. Ist man aber einmal draußen, ist es auch hier herrlich zum Surfen – und nicht nur gute Anfänger haben hier ihren Spaß! Außerdem sehr schön: Wenn man es nur auf Schwimmen und Bräunen aus ist, kann man ein gutes Stück am Strand entlang über die Felsen krabbeln und wunderbar ruhige Buchten entdecken – abseits von Beach Bars und Surfshops.

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Der Strand in San Juan del Sur selbst ist für einen Spaziergang oder eine abendliche Yoga-Session übrigens auch sehr schön, jedoch kein Vergleich zu den oben genannten.

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El Gigante

El Gigante ist wahrscheinlich der kleinste Ort gewesen, an dem ich in Nicaragua war. Einmal am Tag fährt ein Bus um 13.30 Uhr von Rivas nach El Gigante, morgens um 7.30 Uhr fährt der einzige Bus raus aus dem Ort zurück nach Rivas. Wir waren mit unserem Mietwagen deutlich flexibler und haben es nicht bereut. Außer Surfen und den Strand genießen kann man in El Gigante tatsächlich nicht viel machen. Es gibt neben ein paar Hostels auch nur drei, vier Restaurants und Cafés. Dennoch schafft es El Gigante zu zwei Superlativen: Im Cicada Café gibt es die womöglich besten (und größten) Pancakes Nicaraguas und bei Salty’s habe ich den besten Service in einem Surfshop erlebt – und das beste Board ausgeliehen.

Playa Amarillo liegt gleich neben dem Örtchen, zu Fuß läuft man 5-10 Minuten. Für gute Anfänger und Fortgeschrittene ein perfekter Strand, um stundenlang auf dem Board zu sein – zumal es am Strand selbst kaum Schatten gibt. Vom Monkey House Hostel, das auf den Klippen liegt, die Playa Amarillo vom Ort abtrennt, gibt es übrigens einen direkten Weg die Felsen hinunter zum Strand – und der Blick von dort oben lohnt sowieso.

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Playa Colorado sei all den Surfern empfohlen, die nach den großen Wellen und Barrels suchen. 50 Minuten Marsch von El Gigante muss man auf sich nehmen, ich habe mir aber sagen lassen, es lohnt sich, den Weg auch zweimal am Tag auf sich zu nehmen.

Eine halbe Stunde Fahrt im Auto oder Taxi entfernt von El Gigante liegt übrigens Popoyo sowie der Magnificent Rock Beach, die uns auch beide zum Surfen empfohlen wurden, wo ich selbst allerdings nicht war.

El Transito

Die Anreise nach El Transito ist recht beschwerlich, weshalb nicht viele Menschen den Weg dorthin auf sich nehmen. Wir hatten selbst mit unserem Jeep einige Probleme auf der Straße, die diesen Namen eigentlich nicht verdient hat. Ich möchte gar nicht wissen, wie es sich im Bus anfühlt.

Zwei Hostels gibt es vor Ort, die Auswahl an Restaurants ist ebenso überschaubar wie in El Gigante. Die Wellen aber sind gut für Anfänger und Fortgeschrittene und vom Hostel stolpert man quasi direkt ins Meer. Auch nachts lässt sich hier hervorragend stundenlang aufs Meer gucken – für euch getestet! Wer also auf der Suche nach Ruhe, Lesezeit und Surfen fernab von Partytrubel ist, dem sei El Transito ans Herz gelegt.

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Las Peñitas

Las Peñitas ist ein kleines, eher nördlich gelegenes Örtchen, das sich gerade zum Ferienort mausert, aber bisher nicht überlaufen ist. Von Leon aus ist man mit dem Chicken Bus in einer halben Stunde vor Ort, sodass man theoretisch auch einen Tagesausflug dorthin machen könnte. Wer die Zeit hat, sollte aber auf jeden Fall einige Tage einplanen, ich war eine Woche dort und bin sogar noch einmal für eine Nacht wiedergekommen.

Die Hostels Mano a Mano und Simple Beach Lodge sind nicht nur zum Übernachten ganz großartig, sondern auch um tagsüber zwischen den Surfsessions zu entspannen, die Füße in den Sand zu vergraben, zu lesen oder die Nase in die Sonne zu halten. Am Strand entlang findet man zahlreiche empfehlenswerte Restaurants und Strandbars wie zum Beispiel das SUA, Surfboards kann man in den Hostels oder bei der Surfschulen leihen. Surfen können hier Anfänger wie Fortgeschrittene – der Strand bietet an verschiedenen Stellen die richtigen Wellen für alle. Ein ganz großartiger Ort um das Meer zu genießen und eine fantastische Zeit zu haben (und Geburtstag zu feiern)!

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